Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten

Der intelligente Garten

In einem Neubaugebiet baut ein junges Ehepaar ein freistehendes Einfamilienhaus. Die Bauherren haben beide beruflich mit Architektur zu tun, so liegt es nahe, dass sie in der Hausbauphase vieles, wie beispielsweise auch die großzügigen Terrassenflächen rund ums Haus, selbst entwickelt haben. Der restliche Garten wurde zunächst hinten angestellt und Rasen eingesät, was minimalen Aufwand bedeutete. Sie haben alles richtig gemacht, denn so konnten sie erst einmal durchatmen und sicher sein, weder Geld noch Zeit falsch investiert zu haben.

Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster an der Südostseite bleibt auf einem zentral angeordneten Wasserspiel haften. Die etwa 0,50 m höher gelegene Rasenfläche wird von Sichtbeton-Mauerscheiben abgefangen, in die eine schmale Edelstahlschütte integriert wurde. Diese erzeugt einen seichten Wasservorhang, der zwischen Lampenputzergräsern hinab in ein schmales Wasserbecken fällt.

Die Blicke aus den übrigen Fenstern landen im Nichts, denn der Garten ist zu allen Seiten offen. Grundsätzlich fehlt also die nötige Privatsphäre! Zudem soll es eine Außenküche geben, die wie der gesamte Garten dem schlichten, aber wohnlichen Design des Hauses entsprechen soll.

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  • Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten
    Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten

    Die Lage des vorhandenen Klinkermauerquadrates wird oberhalb der Mauerscheiben gespiegelt, und es entsteht eine Kochnische aus Betonstelen, die die mobile Außenküche dahinter einrahmen. Die ausdrucksstarke Brüstung kann als Ablagefläche genutzt werden und baut zudem eine architektonische Achse mit dem Kräuterbeet auf. Die Pergolapfosten richten sich an dieser Achse aus, stehen im gleichen Abstand jeweils links und rechts davon und dienen den gepflanzten Weinreben als Rankhilfen. Zudem schaffen freistehende Holzlamellenwände in Kombination mit Chinaschilf ‚Gracilimus‘ und Eibenhecken die nötige Intimität in diesem Garten. Die Sichtschutzvariationen erfüllen den gewünschten Effekt, und durch den Wechsel der Elemente wird ein massives, erschlagendes Holzwandszenario als Garteneinfriedigung vermieden.

  • Abschnitt 3 fehlt

  • Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten
    Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten

    Der intelligente Garten – Pflanzen: Design mit essbaren Früchten

    Eine rote und eine weiße Weinrebe beranken die Pergola und wachsen in den Spätsommern zu einem Laubdach mit Ernteerfolgen zusammen, das darüber hinaus die Blicke aus den oberhalb stehenden Häusern abschirmt. Ebenfalls mit Fruchtbesatz passen die mehrstämmigen Zieräpfel ‚Evereste‘ in den drei Stahlbecken zum Thema. Sie sind entlang des Holzdecks aufgereiht und wichtige Raumbildner für den Garten. Deren größere Pflanzhöhe und das Heranrücken an die Terrassenfläche bewirken eine größere Abschirmung der Nachbarhäuser von Beginn an. Die Früchte des Zierapfels sind essbar, aber nicht so aromatisch wie die der Felsenbirne. Die flächige Unterpflanzung aus Spindelstrauch ‚Emerald Gaiety‘ setzt hier aufgrund seiner weiß-grünen Blätter ganzjährig pflanzliche Akzente und besticht mehr durch seine Schlichtheit als durch Kulinarisches. Die Alternative hierzu könnten Wald- oder echte Erdbeeren sein, die in den Sommermonaten die Bodenflächen begrünen und mit reichlich Fruchtbesatz begeistern – die Walderdbeere auf schattigeren und die echte Erdbeere auf sonnigeren Standorten.

  • Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten
    Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten

    In den Beeten überzeugen Reit- und Lampenputzergräser besonders im Spätsommer. Himbeersträucher könnten die Alternative zu den Gräsern sein, da auch sie durch einen eher lockeren Wuchs auffallen. Auf keinen Fall darf ein Duftpflanzenbeet mit Lavendel, Thymian, Rosmarin, Salbei, Katzenminze etc. in unmittelbarer Nähe zur Außenküche fehlen, denn deren Ernte bereichert jeden der zahlreichen Grillabende. Bei Bedarf können in diesem Umfeld geschickt inszenierte Tomaten an ihren Rankstangen tolle Akzente setzen. In einer Reihe gepflanzt, sorgen sie im Beet für eine gewisse Linearität, die Rankstangen in rostender Stahloptik haben einen Bezug zu den übrigen Materialien im Garten und die roten Früchte sind nicht nur optisch reizvoll, sondern aus dem eigenen Garten auch äußerst geschmackvoll. In diesem Garten vereinigt ein Apfel als Hausbaum alle Tugenden, denn er passt zur Außenküche sowie zum Obstwiesenumfeld und ist architektonisch konsequent in die Mitte des Rasenfeldes gepflanzt.

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Der intelligente Garten

Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten

In einem Neubaugebiet baut ein junges Ehepaar ein freistehendes Einfamilienhaus. Die Bauherren haben beide beruflich mit Architektur zu tun, so liegt es nahe, dass sie in der Hausbauphase vieles, wie beispielsweise auch die großzügigen Terrassenflächen rund ums Haus, selbst entwickelt haben. Der restliche Garten wurde zunächst hinten angestellt und Rasen eingesät, was minimalen Aufwand bedeutete. Sie haben alles richtig gemacht, denn so konnten sie erst einmal durchatmen und sicher sein, weder Geld noch Zeit falsch investiert zu haben.

Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster an der Südostseite bleibt auf einem zentral angeordneten Wasserspiel haften. Die etwa 0,50 m höher gelegene Rasenfläche wird von Sichtbeton-Mauerscheiben abgefangen, in die eine schmale Edelstahlschütte integriert wurde. Diese erzeugt einen seichten Wasservorhang, der zwischen Lampenputzergräsern hinab in ein schmales Wasserbecken fällt.

Die Blicke aus den übrigen Fenstern landen im Nichts, denn der Garten ist zu allen Seiten offen. Grundsätzlich fehlt also die nötige Privatsphäre! Zudem soll es eine Außenküche geben, die wie der gesamte Garten dem schlichten, aber wohnlichen Design des Hauses entsprechen soll.

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Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten
Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten

Die Lage des vorhandenen Klinkermauerquadrates wird oberhalb der Mauerscheiben gespiegelt, und es entsteht eine Kochnische aus Betonstelen, die die mobile Außenküche dahinter einrahmen. Die ausdrucksstarke Brüstung kann als Ablagefläche genutzt werden und baut zudem eine architektonische Achse mit dem Kräuterbeet auf. Die Pergolapfosten richten sich an dieser Achse aus, stehen im gleichen Abstand jeweils links und rechts davon und dienen den gepflanzten Weinreben als Rankhilfen. Zudem schaffen freistehende Holzlamellenwände in Kombination mit Chinaschilf ‚Gracilimus‘ und Eibenhecken die nötige Intimität in diesem Garten. Die Sichtschutzvariationen erfüllen den gewünschten Effekt, und durch den Wechsel der Elemente wird ein massives, erschlagendes Holzwandszenario als Garteneinfriedigung vermieden.

Abschnitt 3 fehlt

Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten
Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten

Der intelligente Garten – Pflanzen: Design mit essbaren Früchten

Eine rote und eine weiße Weinrebe beranken die Pergola und wachsen in den Spätsommern zu einem Laubdach mit Ernteerfolgen zusammen, das darüber hinaus die Blicke aus den oberhalb stehenden Häusern abschirmt. Ebenfalls mit Fruchtbesatz passen die mehrstämmigen Zieräpfel ‚Evereste‘ in den drei Stahlbecken zum Thema. Sie sind entlang des Holzdecks aufgereiht und wichtige Raumbildner für den Garten. Deren größere Pflanzhöhe und das Heranrücken an die Terrassenfläche bewirken eine größere Abschirmung der Nachbarhäuser von Beginn an. Die Früchte des Zierapfels sind essbar, aber nicht so aromatisch wie die der Felsenbirne. Die flächige Unterpflanzung aus Spindelstrauch ‚Emerald Gaiety‘ setzt hier aufgrund seiner weiß-grünen Blätter ganzjährig pflanzliche Akzente und besticht mehr durch seine Schlichtheit als durch Kulinarisches. Die Alternative hierzu könnten Wald- oder echte Erdbeeren sein, die in den Sommermonaten die Bodenflächen begrünen und mit reichlich Fruchtbesatz begeistern – die Walderdbeere auf schattigeren und die echte Erdbeere auf sonnigeren Standorten.

Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten
Text: Bernd Franzen + Fotos: gartenplus – die gartenarchitekten

In den Beeten überzeugen Reit- und Lampenputzergräser besonders im Spätsommer. Himbeersträucher könnten die Alternative zu den Gräsern sein, da auch sie durch einen eher lockeren Wuchs auffallen. Auf keinen Fall darf ein Duftpflanzenbeet mit Lavendel, Thymian, Rosmarin, Salbei, Katzenminze etc. in unmittelbarer Nähe zur Außenküche fehlen, denn deren Ernte bereichert jeden der zahlreichen Grillabende. Bei Bedarf können in diesem Umfeld geschickt inszenierte Tomaten an ihren Rankstangen tolle Akzente setzen. In einer Reihe gepflanzt, sorgen sie im Beet für eine gewisse Linearität, die Rankstangen in rostender Stahloptik haben einen Bezug zu den übrigen Materialien im Garten und die roten Früchte sind nicht nur optisch reizvoll, sondern aus dem eigenen Garten auch äußerst geschmackvoll. In diesem Garten vereinigt ein Apfel als Hausbaum alle Tugenden, denn er passt zur Außenküche sowie zum Obstwiesenumfeld und ist architektonisch konsequent in die Mitte des Rasenfeldes gepflanzt.

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