Text: Bernd Franzen, Gartenplus

Der intelligente Garten

Dieses besondere Eckgrundstück liegt in einem anlässlich einer Landesgartenschau gestalteten Wohn- und Landschaftspark. Die angrenzenden Flächen an der Süd-Westseite sind unbebaut und geben einen weitläufigen Ausblick auf die angrenzenden Weinberge des Hunsrück frei. Die konsequente Fortführung einer atemberaubenden Hausarchitektur ist der etwa 2000 qm große Garten. Sein Design: pure Formen, gestalterische Wärme ausstrahlende Pflanzen und ausgefallene Details!

Der Baukörper definiert durch einen zweigeschossigen Winkel sowie übereinander angeordnete rechteckige Raumkörper drei Geschosse. Die untere Ebene dient als ‚öffentlicher‘ Bereich für die Garagen- und Arbeitszimmernutzung. Während das oberste Geschoss den ‚privaten‘ Bereich mit Schlaf- und Badezimmer umfasst, findet in der mittleren, also ersten Etage das ‚halböffentliche‘ Leben statt.
Es ist üblich, dass es von der Wohnebene einen direkten Zugang in den Garten und auf die Terrasse gibt. Außergewöhnlich ist, dass sich dieser Außenraum im ersten Geschoss befindet. So zieht sich ein weitläufiger Balkon über die gesamte Hausbreite und ragt sogar darüber hinaus, um hier die Abendsonne einzufangen. Von hier aus haben die Bewohner einen großzügigen Blick in die Gartenanlage mit der zentralen Poolachse. Damit dieser Ausblick uneingeschränkt ist, ersetzt ein etwa ein Meter breites Wasserband als ‚Abstandshalter‘ eine vertikale Geländerkonstruktion. Das Wasserbecken ist individuell aus Edelstahl gefertigt und statisch in die Stahlkonstruktion des Balkons integriert.

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  • Fotos: Hersteller
    Fotos: Hersteller

    Das Wasserband stellt, bepflanzt mit Iris, Pfeilkraut und Binsen, neben der optischen auch die architektonische Verbindung zum Garten dar. Ein Überlauf innerhalb des Edelstahlbeckens speist einen Wasserfilm, der über eine Glasplatte das im Garten liegende Wasserbecken mit dem darüber liegenden auf der Balkon-Ebene verbindet. Das untere Wasserbecken ist der Beginn der Poolachse, die zentral im Garten liegend den Blick in die Trierer Weinberge lenkt.
    Ein weiteres, technisch wie gestalterisch außergewöhnliches Detail ist die Glasplatte, die unter Wasser das bepflanzte Wasserbecken von dem Pool trennt. Im Pool tauchend wirkt die Glasplatte wie ein Fenster, das die Blicke in das Unterwasser-Leben des Wasserbeckens eröffnet. Hier setzen neben den Wasserpflanzen ein paar wenige Goldfische Farbakzente.
    Am Grundstücksende bildet eine großzügige Holzterrasse den Endpunkt der Poolachse. Von hier aus hat man in der Abendsonne einen wunderbaren Blick auf das spektakuläre Haus, und zwar ungestört, denn für die Privatsphäre sorgt im Rücken eine massive Sichtbetonmauer, die sich über die gesamte Breite des Pooldecks erstreckt. Das Material ergibt sich aus der Fassadengestaltung des Gebäudes, wo neben weiß verputzten Wänden, den spiegelnden Metallschindeln nach Vorbild des Star-Architekten Gehry, auch Sichtbeton eingesetzt wird. Die Mauer bildet den Abschluss der Achse, versperrt den Blick in die Berge aber nur partiell, denn eine Schiebetür-Konstruktion ermöglicht beim Schwimmen den freien Blick in die Landschaft, ohne dass die Spaziergänger vom angrenzenden Fußweg Einblicke in den Garten hätten. Beim Relaxen auf der Terrasse hingegen kann die Tür geschlossen werden.

  • Fotos: Hersteller

    Um Pool und Holzdeck vom Wohngeschoss komfortabel erreichen zu können, hat die Architektin des Hauses, Elisabeth Krogull-Schliep, eine großzügige Podestanlage ebenfalls aus Cumaru-Holz geplant. Die sich ineinander verschiebenden Rechtecke führen die Architektursprache des Hauses fort – eine Konsequenz, die im Garten vollendet wird. Auch hier finden sich die Geradlinigkeit und Reduziertheit des Wohnhauses wieder, denn rechtwinklige Linien und Sichtachsen, die am Gebäude ausgerichtet sind, schaffen Ordnung und gliedern den Außenraum. So entsteht eine harmonische Einheit aus Haus und Garten. Eine wichtige Voraussetzung hierfür war das außergewöhnlich gute Zusammenspiel zwischen Haus- und Gartenarchitekten, sowie dem beteiligten Landschaftsgärtner, den Handwerkern, dem Lichtdesigner und vor allem der Bauherrenschaft, die durch ihre Offenheit zu ‚anderen‘ Lösungen und ihre Detailverliebtheit, dieses Gesamtwerk erst ermöglichten.

  • Fotos: Hersteller

    Im rechten Winkel zur Poolachse mit der Sichtbetonmauer als Abschluss spannt sich über die Breite des gesamten Grundstücks eine weitere Achse auf, deren Endpunkte zwei vier Meter breite Cor-Ten-Stahlplatten sind. Die Stahlscheiben schützen als Sichtschutzelemente vor Einblicken in den Garten, ermöglichen aber durch ihre Sehschlitze die Ausblicke in den angrenzenden Park, womit die gestalterische Idee der Sichtachsenbetonung im Garten ihre Wirkung entfaltet. Die Stahlscheiben werden durch eine Hainbuchenhecke gesäumt, die sich im Wechsel der Jahreszeiten verändert und somit dem Garten bei aller architektonischen Klarheit auch einen natürlichen Charme verleiht, wie überhaupt das Pflanzenkonzept mit Flieder, Walnuss, Lavendel, Hortensien, Erdbeeren eher klassisch und farbenfroh ist.
    Monochrome, flächige Gräserbepflanzungen tauchen lediglich in der Poolachse sowie als Abschluss der rechteckigen Rasenflächen am hinteren Grundstücksende auf. Insbesondere die Bepflanzung zwischen den Felsen, als Grundstückeinfassung eher von außen wahrnehmbar, ist durchmischter und farbenfroher, ohne im Gesamtbild an Konsequenz einzubüßen.
    Die Felsen fangen im Zusammenspiel mit Gabionen dem Höhenunterschied von teilweise drei Metern Höhe zum angrenzenden Parkgelände ab. Das Landschaftsbild der Weinberge aus gewachsenem Fels, den Schiefermauern sowie den Weinreben war das Vorbild für diese Gestaltungsidee. Während der gewachsene Fels mit sehr großen Basalt-Lava-Felsen imitiert wurde, definieren die Gabionen mit Schiefermauerwerk-Füllung die Ebenen, auf denen Weinreben in einer Stahlkonstruktion ranken und damit einen scheinbaren Zaun als Einfriedung des Grundstückes definieren.
    Besonders stimmungsvoll ist die Atmosphäre bei Nacht, denn das individuelle Lichtkonzept des Lichtdesigners unterstreicht die Schwerpunkte der Gartenarchitektur und stellt somit auch zu den dunklen Tageszeiten eine konsequente Verbindung zwischen Haus und Garten dar.

  • Fotos: Hersteller
    Fotos: Hersteller

    Der intelligente Garten – Cor-Ten-Stahl

    Der Name setzt sich aus zwei Teilen zusammen – COR (corrosion resistant) und TEN (tensile strength) – und bedeutet so viel wie wetterfester Baustahl. Wetterfeste Baustähle sind legierte Stähle, die durch Zugabe von Kupfer, Chrom und Nickel korrosionsbeständige Eigenschaften erhalten.
    Das in den USA entwickelte Material taucht in den fünfziger Jahren als Baumaterial für eine Eisenbahnbrücke bei Kleve erstmals nennenswert in Deutschland auf. Cor-Ten-Stahl ist in der heutigen Garten- und Landschaftsarchitektur ein oft verwendetes Material, das an der Oberfläche bewittert, aber unterhalb eine Sperrschicht bildet, die das Material vor weiterer Korrosion schützt. Das Ausbilden der Sperrschicht bildet je nach Bewitterung bis zu drei Jahre. Im Gegensatz zu unlegierten Baustählen endet der Prozess der Abrostung nach dieser Zeit, sofern man sicherstellt, dass kein Stauwasser den Prozess manipuliert, denn bei Stauwasser rostet wetterfester Stahl ähnlich schnell wie gewöhnlicher Stahl. Optisch kann man beide Stahl-Arten nicht voneinander unterscheiden. In der Zeit der Abrostung färbt sich Cor-Ten-Stahl von der ausgehenden Blechfarbe über hellbraun, braun, braunviolett nach dunkelbraun-violett.
    Zu unterscheiden sind die Stahl-Arten allerdings in Sachen Lebensdauer und Kosten. Beträgt die Lebensdauer von gewöhnlichem Baustahl je nach Einbaustärke 20-30 Jahre, ist die von Cor-Ten-Stahl theoretisch unbegrenzt. Die Materialkosten liegen zwischen 50 und 70 % höher als bei herkömmlichem Baustahl.
    Fleckenbildungen sind weder auf der Oberfläche des Cor-Ten-Stahls noch auf der der angrenzenden Baustoffe auszuschließen. So können konstruktiv bedingte Wasserablaufstellen Rostauswaschungen verursachen. Durch Vogelkot, Fingerabdrücke  oder saure Umgebungsatmosphäre kann zudem ‚Säurekorrosion‘ entstehen.
    Benachbarte Baustoffe sind vor allem unmittelbar nach Einbau zu schützen, da sich die erste Rostschicht auswaschen und dementsprechend Flecken hinterlassen kann. Hier in diesem Garten stellen die Auswaschungen der Sichtschutzelemente innerhalb der Beete kein Problem dar. Wird Cor-Ten-Stahl aber als Treppe, Wasserbecken oder Mauer mit angrenzenden Steinbelägen eingesetzt, gilt es konstruktiv darauf zu achten, dass abwaschender Rost keine Flecken hinterlässt. So können beispielsweise unmittelbar angrenzende Splittstreifen das Problem entschärfen.
    Gartenarchitektonisch schlägt der rostige Stahl eine Brücke zwischen der Natürlichkeit des Gartens und der Dominanz der ausdrucksstarken Hausarchitektur. Durch seine Farbigkeit wirkt er naturnah und integriert sich gut, hat aber trotz oder gerade wegen seiner Schlichtheit einen avantgardistischen Reiz.

Der intelligente Garten

Text: Bernd Franzen, Gartenplus

Dieses besondere Eckgrundstück liegt in einem anlässlich einer Landesgartenschau gestalteten Wohn- und Landschaftspark. Die angrenzenden Flächen an der Süd-Westseite sind unbebaut und geben einen weitläufigen Ausblick auf die angrenzenden Weinberge des Hunsrück frei. Die konsequente Fortführung einer atemberaubenden Hausarchitektur ist der etwa 2000 qm große Garten. Sein Design: pure Formen, gestalterische Wärme ausstrahlende Pflanzen und ausgefallene Details!

Der Baukörper definiert durch einen zweigeschossigen Winkel sowie übereinander angeordnete rechteckige Raumkörper drei Geschosse. Die untere Ebene dient als ‚öffentlicher‘ Bereich für die Garagen- und Arbeitszimmernutzung. Während das oberste Geschoss den ‚privaten‘ Bereich mit Schlaf- und Badezimmer umfasst, findet in der mittleren, also ersten Etage das ‚halböffentliche‘ Leben statt.
Es ist üblich, dass es von der Wohnebene einen direkten Zugang in den Garten und auf die Terrasse gibt. Außergewöhnlich ist, dass sich dieser Außenraum im ersten Geschoss befindet. So zieht sich ein weitläufiger Balkon über die gesamte Hausbreite und ragt sogar darüber hinaus, um hier die Abendsonne einzufangen. Von hier aus haben die Bewohner einen großzügigen Blick in die Gartenanlage mit der zentralen Poolachse. Damit dieser Ausblick uneingeschränkt ist, ersetzt ein etwa ein Meter breites Wasserband als ‚Abstandshalter‘ eine vertikale Geländerkonstruktion. Das Wasserbecken ist individuell aus Edelstahl gefertigt und statisch in die Stahlkonstruktion des Balkons integriert.

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Das Wasserband stellt, bepflanzt mit Iris, Pfeilkraut und Binsen, neben der optischen auch die architektonische Verbindung zum Garten dar. Ein Überlauf innerhalb des Edelstahlbeckens speist einen Wasserfilm, der über eine Glasplatte das im Garten liegende Wasserbecken mit dem darüber liegenden auf der Balkon-Ebene verbindet. Das untere Wasserbecken ist der Beginn der Poolachse, die zentral im Garten liegend den Blick in die Trierer Weinberge lenkt.
Ein weiteres, technisch wie gestalterisch außergewöhnliches Detail ist die Glasplatte, die unter Wasser das bepflanzte Wasserbecken von dem Pool trennt. Im Pool tauchend wirkt die Glasplatte wie ein Fenster, das die Blicke in das Unterwasser-Leben des Wasserbeckens eröffnet. Hier setzen neben den Wasserpflanzen ein paar wenige Goldfische Farbakzente.
Am Grundstücksende bildet eine großzügige Holzterrasse den Endpunkt der Poolachse. Von hier aus hat man in der Abendsonne einen wunderbaren Blick auf das spektakuläre Haus, und zwar ungestört, denn für die Privatsphäre sorgt im Rücken eine massive Sichtbetonmauer, die sich über die gesamte Breite des Pooldecks erstreckt. Das Material ergibt sich aus der Fassadengestaltung des Gebäudes, wo neben weiß verputzten Wänden, den spiegelnden Metallschindeln nach Vorbild des Star-Architekten Gehry, auch Sichtbeton eingesetzt wird. Die Mauer bildet den Abschluss der Achse, versperrt den Blick in die Berge aber nur partiell, denn eine Schiebetür-Konstruktion ermöglicht beim Schwimmen den freien Blick in die Landschaft, ohne dass die Spaziergänger vom angrenzenden Fußweg Einblicke in den Garten hätten. Beim Relaxen auf der Terrasse hingegen kann die Tür geschlossen werden.

Fotos: Hersteller

Um Pool und Holzdeck vom Wohngeschoss komfortabel erreichen zu können, hat die Architektin des Hauses, Elisabeth Krogull-Schliep, eine großzügige Podestanlage ebenfalls aus Cumaru-Holz geplant. Die sich ineinander verschiebenden Rechtecke führen die Architektursprache des Hauses fort – eine Konsequenz, die im Garten vollendet wird. Auch hier finden sich die Geradlinigkeit und Reduziertheit des Wohnhauses wieder, denn rechtwinklige Linien und Sichtachsen, die am Gebäude ausgerichtet sind, schaffen Ordnung und gliedern den Außenraum. So entsteht eine harmonische Einheit aus Haus und Garten. Eine wichtige Voraussetzung hierfür war das außergewöhnlich gute Zusammenspiel zwischen Haus- und Gartenarchitekten, sowie dem beteiligten Landschaftsgärtner, den Handwerkern, dem Lichtdesigner und vor allem der Bauherrenschaft, die durch ihre Offenheit zu ‚anderen‘ Lösungen und ihre Detailverliebtheit, dieses Gesamtwerk erst ermöglichten.

Fotos: Hersteller

Im rechten Winkel zur Poolachse mit der Sichtbetonmauer als Abschluss spannt sich über die Breite des gesamten Grundstücks eine weitere Achse auf, deren Endpunkte zwei vier Meter breite Cor-Ten-Stahlplatten sind. Die Stahlscheiben schützen als Sichtschutzelemente vor Einblicken in den Garten, ermöglichen aber durch ihre Sehschlitze die Ausblicke in den angrenzenden Park, womit die gestalterische Idee der Sichtachsenbetonung im Garten ihre Wirkung entfaltet. Die Stahlscheiben werden durch eine Hainbuchenhecke gesäumt, die sich im Wechsel der Jahreszeiten verändert und somit dem Garten bei aller architektonischen Klarheit auch einen natürlichen Charme verleiht, wie überhaupt das Pflanzenkonzept mit Flieder, Walnuss, Lavendel, Hortensien, Erdbeeren eher klassisch und farbenfroh ist.
Monochrome, flächige Gräserbepflanzungen tauchen lediglich in der Poolachse sowie als Abschluss der rechteckigen Rasenflächen am hinteren Grundstücksende auf. Insbesondere die Bepflanzung zwischen den Felsen, als Grundstückeinfassung eher von außen wahrnehmbar, ist durchmischter und farbenfroher, ohne im Gesamtbild an Konsequenz einzubüßen.
Die Felsen fangen im Zusammenspiel mit Gabionen dem Höhenunterschied von teilweise drei Metern Höhe zum angrenzenden Parkgelände ab. Das Landschaftsbild der Weinberge aus gewachsenem Fels, den Schiefermauern sowie den Weinreben war das Vorbild für diese Gestaltungsidee. Während der gewachsene Fels mit sehr großen Basalt-Lava-Felsen imitiert wurde, definieren die Gabionen mit Schiefermauerwerk-Füllung die Ebenen, auf denen Weinreben in einer Stahlkonstruktion ranken und damit einen scheinbaren Zaun als Einfriedung des Grundstückes definieren.
Besonders stimmungsvoll ist die Atmosphäre bei Nacht, denn das individuelle Lichtkonzept des Lichtdesigners unterstreicht die Schwerpunkte der Gartenarchitektur und stellt somit auch zu den dunklen Tageszeiten eine konsequente Verbindung zwischen Haus und Garten dar.

Fotos: Hersteller
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Der intelligente Garten – Cor-Ten-Stahl

Der Name setzt sich aus zwei Teilen zusammen – COR (corrosion resistant) und TEN (tensile strength) – und bedeutet so viel wie wetterfester Baustahl. Wetterfeste Baustähle sind legierte Stähle, die durch Zugabe von Kupfer, Chrom und Nickel korrosionsbeständige Eigenschaften erhalten.
Das in den USA entwickelte Material taucht in den fünfziger Jahren als Baumaterial für eine Eisenbahnbrücke bei Kleve erstmals nennenswert in Deutschland auf. Cor-Ten-Stahl ist in der heutigen Garten- und Landschaftsarchitektur ein oft verwendetes Material, das an der Oberfläche bewittert, aber unterhalb eine Sperrschicht bildet, die das Material vor weiterer Korrosion schützt. Das Ausbilden der Sperrschicht bildet je nach Bewitterung bis zu drei Jahre. Im Gegensatz zu unlegierten Baustählen endet der Prozess der Abrostung nach dieser Zeit, sofern man sicherstellt, dass kein Stauwasser den Prozess manipuliert, denn bei Stauwasser rostet wetterfester Stahl ähnlich schnell wie gewöhnlicher Stahl. Optisch kann man beide Stahl-Arten nicht voneinander unterscheiden. In der Zeit der Abrostung färbt sich Cor-Ten-Stahl von der ausgehenden Blechfarbe über hellbraun, braun, braunviolett nach dunkelbraun-violett.
Zu unterscheiden sind die Stahl-Arten allerdings in Sachen Lebensdauer und Kosten. Beträgt die Lebensdauer von gewöhnlichem Baustahl je nach Einbaustärke 20-30 Jahre, ist die von Cor-Ten-Stahl theoretisch unbegrenzt. Die Materialkosten liegen zwischen 50 und 70 % höher als bei herkömmlichem Baustahl.
Fleckenbildungen sind weder auf der Oberfläche des Cor-Ten-Stahls noch auf der der angrenzenden Baustoffe auszuschließen. So können konstruktiv bedingte Wasserablaufstellen Rostauswaschungen verursachen. Durch Vogelkot, Fingerabdrücke  oder saure Umgebungsatmosphäre kann zudem ‚Säurekorrosion‘ entstehen.
Benachbarte Baustoffe sind vor allem unmittelbar nach Einbau zu schützen, da sich die erste Rostschicht auswaschen und dementsprechend Flecken hinterlassen kann. Hier in diesem Garten stellen die Auswaschungen der Sichtschutzelemente innerhalb der Beete kein Problem dar. Wird Cor-Ten-Stahl aber als Treppe, Wasserbecken oder Mauer mit angrenzenden Steinbelägen eingesetzt, gilt es konstruktiv darauf zu achten, dass abwaschender Rost keine Flecken hinterlässt. So können beispielsweise unmittelbar angrenzende Splittstreifen das Problem entschärfen.
Gartenarchitektonisch schlägt der rostige Stahl eine Brücke zwischen der Natürlichkeit des Gartens und der Dominanz der ausdrucksstarken Hausarchitektur. Durch seine Farbigkeit wirkt er naturnah und integriert sich gut, hat aber trotz oder gerade wegen seiner Schlichtheit einen avantgardistischen Reiz.

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