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Wohnen in der dritten Dimension: Bumblebee Spaces

Der Trend zu kleineren Wohnflächen muss nicht bedeuten, weniger Platz zu haben: Wenn die Möbel sich in die dritte Dimension begeben, gibt es genug Luft zum Lagern. Und zum Leben. Sankarshan Murthy transformiert Wohnungen auf ein neues Platzlevel – und will sie dabei auch gleich noch smart machen.

Man betritt abends – eine fast leere Wohnung. Zumindest wirkt sie so: nicht wirklich groß, aber dennoch sind große Freiflächen vorhanden, und irgendwie scheint die Hälfte der Möbel zu fehlen. Doch dann schwebt von der Decke ein Bett hinab, in der Bewegung klappen seine Beine aus, und stellt sich genau passen zwischen ein Sideboard und die Küchenzeile.

Wie werden wir in Zukunft leben? Sankarshan Murthy, Mitgründer und CEO von Bumblebee Spaces, hat da so seine eigenen Vorstellungen. Der Ingenieur, der nach dem Studium unter anderem bei Apple an der Watch, dem iPhone 5 und dem iPad mini sowie bei Tesla am Model Y mitgearbeitet hat, entwickelte ein System, bei dem sich das eigene Hab und Gut unter die Decke verzieht, indem es hochgezogen wird. Und dazu auch noch alle Möbel, die normalerweise mehr als die Hälfte des Tages einfach nur – im Weg rum stehen und Platz wegnehmen.

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  • Bestandsaufnahme in die Zukunft

    Als Murthy beim Jobwechsel zu Apple in die Region um San Francisco umzog, war er erst einmal geschockt: Wohnungspreise und -größen passten irgendwie überhaupt nicht in sein Weltbild. Und erst recht nicht zur Phase, in der er sich in seinem Leben befand: Einwanderer, um die dreißig, verheiratet, Kind. So wie ihm geht es in den Ballungsräumen vielen, und das wird in Zukunft nicht besser: Seinen Informationen zufolge wird sich die Anzahl der Wohnung in den nächsten vierzig Jahren weltweit verdoppeln. Jeden Monat komme demnach eine Stadt hinzu, die so groß ist wie – New York City.

  • Der Platz dafür ist endlich. Und so müssen Wohnungen kleiner werden, was die Fläche angeht. Weniger Platz, um sein Hab und Gut sowie notwendige Möbel unterzubringen, kann man auf zwei Arten nutzen: zum einen durch weniger Besitz und intelligente Nutzung (dazu später), zum anderen durch das Ausnutzen der dritten Dimension.

  • Aus m2 werden m3

    Denn seit Jahrhunderten, Jahrtausenden lagern wir in unseren Wohnungen flächig. Quadratmeter sind die Maßgabe dafür, wie viel Platz für Möbel und Stauraum zur Verfügung steht. Sankarshan Murthy hängt also Schränke und Lagerflächen an Gurten auf, die militärischen Belastungsstandards entsprechen. Über vernetzte Motoren lassen diese sich dann abwickeln – das Möbel fährt aus der Höhe auf begreifbare Höhe herab.

  • Wie alle Gegenstände, die man nur hin und wieder nutzt, gibt es genug Möbel, die nur einige Stunden am Tag genutzt werden. Betten, Schreibtische und Co. gehören dazu – also kann man sie auch im Obergeschoss einer Wohnung unterbringen. Ein gutes Bett für zwei Personen aus dem Weg? Vier bis sechs Quadratmeter sind so nicht mehr dauerhaft belegt, statt nur für die sechs bis acht Stunden, die wir in der Regel darin verbringen.

  • Ein Sofa oder eine Küchenzeile sind dann etwas anderes – auch wenn sich da sicherlich auch das eine oder andere einsparen lässt.

  • Die Wohnung als Butler

    Hinter dem Ganzen muss eine entsprechende Intelligenz stehen, und so gehört ein gewaltiger Teil der Entwicklungsarbeit der Software – das kennt Murthy auch von Apple und Tesla, deren große Leistung weniger die eigentliche Technik ist, sondern eher das Große Ganze.

  • It’s Technology

    Bumblebee Spaces ist ein vernetztes System, bei dem Möbel wie Betten, Schreibtische und Schränke an Wickelgurten unter der Decke hängen. Jeder Gurt hat dabei mehrere 100 Kilo Tragkraft – Angst vor abstürzenden Einrichtungsgegenständen muss also niemand haben.

    In den Schränken stecken Kameras, die aufzeichnen und erkennen, was man hinterlegt hat. So kann man per Sprachsteuerung oder Tabletbedienung nach Dingen suchen, die man braucht, und das System fährt das entsprechende Fach herunter. Über Kameras und Sensoren wird auch das Herabfahren überwacht: Der Motor fährt den Gegenstand nur dann komplett herunter, wenn sich kein Hindernis oder keine Person darunter befindet. Die Vernetzung kann dann auch Wetter und (zeitliche) Gewohnheiten per künstlicher Intelligenz in den Tagesablauf und die Aktionen einbeziehen.

    Darüber hinaus sehen die Möbel zwar nach Holz aus, bestehen aber aus extrem leichten Kompositmaterialien: Ein Schrank mit fast einem halben Kubikmeter Volumen kann mit einer Hand gehoben und bewegt werden.

    Mindesthöhe für die Räume gibt Murthy neun Fuß an, also etwa 2,70 Meter. Außerdem müssen die Denken ohne Stufen verlaufen. Teurer als eine konventionelle Wohnungseinrichtung soll Bumblebee Spaces nicht werden: Sechs- bis zehntausend Dollar peilt er an, und das modulare System soll innerhalb weniger Stunden installiert sein.

  • So soll die Wohnung nicht nur wissen, wo die einzelnen Gegenstände sind und bei der Suche danach helfen, sondern sie dann in Kombination mit Terminkalender, Gewohnheiten und Wetterbericht zur rechten Zeit die richtigen Gegenstände und/oder Möbel bereitstellen.

    Dazu hilft sie auch, mit dem Platz möglichst sinnvoll umzugehen. Gegenstände, die – wer kennt das nicht – wochen- oder gar monatelang nicht genutzt wurden, werden zum Abgeben vorgeschlagen, um den vorhandenen Platz möglichst effizient zu nutzen. Marie Kondo lässt grüßen. Murthy kann sich auch eine Vernetzung mehrerer Bumblebee-Spaces-Systeme vorstellen, die in einem Appartement-Haus eingerichtet wurden: Wenn jemand ein bestimmtes Gerät oder einen Gegenstand brauchen könnte, sein „Butler“ damit aber nicht dienen kann, wissen die Wohnungen, in welcher sich so etwas befindet und wo man das leihen könnte.

    Dabei ist es dann egal, ob der Besitzer zu Hause ist: Die Kameras lassen die ein, die für den Zutritt autorisiert sind. Ein guter Butler weiß ja auch, wem sein Chef vertraut und wem nicht.

  • Fazit

    Am nächsten Morgen steigt man aus dem Bett und macht sich im Bad fertig. Man kommt heraus – und das Bett hängt wieder unter der Decke, während die für den Tagestermin passende Kleidung in den entsprechenden Fächern herabgesegelt kamen. Und natürlich auch die notwendige Ausstattung von Notebook über Akten bis hin zum für das aktuelle Wetter notwendigen Regenschirm.

    Zugegeben, das ist alles ein bisschen spooky und noch ziemliche Zukunftsmusik. Doch wenn man sich im Web anschaut, woher Sankarshan mit seinen inzwischen mehr als 25 Mitarbeitern gekommen ist und wie sich das Projekt seit dem Start im Jahr 2018 entwickelt hat – Hut ab. Spannend wird es auf jeden Fall sein, was der Kalifornier auf einen, wie er selbst auch zugibt, noch langen Weg gebracht hat.

  • Namensgebung

    Warum heißt ein Unternehmen für smarte Möbel „Bumble-bee Spaces“ – Hummelräume? Die Ehefrau von Murthy ist dafür verantwortlich: Wenn sich schon die Wohnung transformiert, dann ist sie ein Transformer. Und Bumblebee ist der Transformer, der den beiden am besten gefiel.

    Eine weitere Inspiration war – Micky Maus. Das Disneytrio mit Goofy und Donald lebt in einem Comic in einem Haus, das sich je nach momentanem Einfall in eine Werkstatt, eine Küche oder – einen Schiffsführerstand verwandelt. Und Roboter unterstützen bei den täglichen Aufgaben.

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Wohnen in der dritten Dimension: Bumblebee Spaces

Der Trend zu kleineren Wohnflächen muss nicht bedeuten, weniger Platz zu haben: Wenn die Möbel sich in die dritte Dimension begeben, gibt es genug Luft zum Lagern. Und zum Leben. Sankarshan Murthy transformiert Wohnungen auf ein neues Platzlevel – und will sie dabei auch gleich noch smart machen.

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Man betritt abends – eine fast leere Wohnung. Zumindest wirkt sie so: nicht wirklich groß, aber dennoch sind große Freiflächen vorhanden, und irgendwie scheint die Hälfte der Möbel zu fehlen. Doch dann schwebt von der Decke ein Bett hinab, in der Bewegung klappen seine Beine aus, und stellt sich genau passen zwischen ein Sideboard und die Küchenzeile.

Wie werden wir in Zukunft leben? Sankarshan Murthy, Mitgründer und CEO von Bumblebee Spaces, hat da so seine eigenen Vorstellungen. Der Ingenieur, der nach dem Studium unter anderem bei Apple an der Watch, dem iPhone 5 und dem iPad mini sowie bei Tesla am Model Y mitgearbeitet hat, entwickelte ein System, bei dem sich das eigene Hab und Gut unter die Decke verzieht, indem es hochgezogen wird. Und dazu auch noch alle Möbel, die normalerweise mehr als die Hälfte des Tages einfach nur – im Weg rum stehen und Platz wegnehmen.

Bestandsaufnahme in die Zukunft

Als Murthy beim Jobwechsel zu Apple in die Region um San Francisco umzog, war er erst einmal geschockt: Wohnungspreise und -größen passten irgendwie überhaupt nicht in sein Weltbild. Und erst recht nicht zur Phase, in der er sich in seinem Leben befand: Einwanderer, um die dreißig, verheiratet, Kind. So wie ihm geht es in den Ballungsräumen vielen, und das wird in Zukunft nicht besser: Seinen Informationen zufolge wird sich die Anzahl der Wohnung in den nächsten vierzig Jahren weltweit verdoppeln. Jeden Monat komme demnach eine Stadt hinzu, die so groß ist wie – New York City.

Der Platz dafür ist endlich. Und so müssen Wohnungen kleiner werden, was die Fläche angeht. Weniger Platz, um sein Hab und Gut sowie notwendige Möbel unterzubringen, kann man auf zwei Arten nutzen: zum einen durch weniger Besitz und intelligente Nutzung (dazu später), zum anderen durch das Ausnutzen der dritten Dimension.

Aus m2 werden m3

Denn seit Jahrhunderten, Jahrtausenden lagern wir in unseren Wohnungen flächig. Quadratmeter sind die Maßgabe dafür, wie viel Platz für Möbel und Stauraum zur Verfügung steht. Sankarshan Murthy hängt also Schränke und Lagerflächen an Gurten auf, die militärischen Belastungsstandards entsprechen. Über vernetzte Motoren lassen diese sich dann abwickeln – das Möbel fährt aus der Höhe auf begreifbare Höhe herab.

Wie alle Gegenstände, die man nur hin und wieder nutzt, gibt es genug Möbel, die nur einige Stunden am Tag genutzt werden. Betten, Schreibtische und Co. gehören dazu – also kann man sie auch im Obergeschoss einer Wohnung unterbringen. Ein gutes Bett für zwei Personen aus dem Weg? Vier bis sechs Quadratmeter sind so nicht mehr dauerhaft belegt, statt nur für die sechs bis acht Stunden, die wir in der Regel darin verbringen.

Ein Sofa oder eine Küchenzeile sind dann etwas anderes – auch wenn sich da sicherlich auch das eine oder andere einsparen lässt.

Die Wohnung als Butler

Hinter dem Ganzen muss eine entsprechende Intelligenz stehen, und so gehört ein gewaltiger Teil der Entwicklungsarbeit der Software – das kennt Murthy auch von Apple und Tesla, deren große Leistung weniger die eigentliche Technik ist, sondern eher das Große Ganze.

It’s Technology

Bumblebee Spaces ist ein vernetztes System, bei dem Möbel wie Betten, Schreibtische und Schränke an Wickelgurten unter der Decke hängen. Jeder Gurt hat dabei mehrere 100 Kilo Tragkraft – Angst vor abstürzenden Einrichtungsgegenständen muss also niemand haben.

In den Schränken stecken Kameras, die aufzeichnen und erkennen, was man hinterlegt hat. So kann man per Sprachsteuerung oder Tabletbedienung nach Dingen suchen, die man braucht, und das System fährt das entsprechende Fach herunter. Über Kameras und Sensoren wird auch das Herabfahren überwacht: Der Motor fährt den Gegenstand nur dann komplett herunter, wenn sich kein Hindernis oder keine Person darunter befindet. Die Vernetzung kann dann auch Wetter und (zeitliche) Gewohnheiten per künstlicher Intelligenz in den Tagesablauf und die Aktionen einbeziehen.

Darüber hinaus sehen die Möbel zwar nach Holz aus, bestehen aber aus extrem leichten Kompositmaterialien: Ein Schrank mit fast einem halben Kubikmeter Volumen kann mit einer Hand gehoben und bewegt werden.

Mindesthöhe für die Räume gibt Murthy neun Fuß an, also etwa 2,70 Meter. Außerdem müssen die Denken ohne Stufen verlaufen. Teurer als eine konventionelle Wohnungseinrichtung soll Bumblebee Spaces nicht werden: Sechs- bis zehntausend Dollar peilt er an, und das modulare System soll innerhalb weniger Stunden installiert sein.

So soll die Wohnung nicht nur wissen, wo die einzelnen Gegenstände sind und bei der Suche danach helfen, sondern sie dann in Kombination mit Terminkalender, Gewohnheiten und Wetterbericht zur rechten Zeit die richtigen Gegenstände und/oder Möbel bereitstellen.

Dazu hilft sie auch, mit dem Platz möglichst sinnvoll umzugehen. Gegenstände, die – wer kennt das nicht – wochen- oder gar monatelang nicht genutzt wurden, werden zum Abgeben vorgeschlagen, um den vorhandenen Platz möglichst effizient zu nutzen. Marie Kondo lässt grüßen. Murthy kann sich auch eine Vernetzung mehrerer Bumblebee-Spaces-Systeme vorstellen, die in einem Appartement-Haus eingerichtet wurden: Wenn jemand ein bestimmtes Gerät oder einen Gegenstand brauchen könnte, sein „Butler“ damit aber nicht dienen kann, wissen die Wohnungen, in welcher sich so etwas befindet und wo man das leihen könnte.

Dabei ist es dann egal, ob der Besitzer zu Hause ist: Die Kameras lassen die ein, die für den Zutritt autorisiert sind. Ein guter Butler weiß ja auch, wem sein Chef vertraut und wem nicht.

Fazit

Am nächsten Morgen steigt man aus dem Bett und macht sich im Bad fertig. Man kommt heraus – und das Bett hängt wieder unter der Decke, während die für den Tagestermin passende Kleidung in den entsprechenden Fächern herabgesegelt kamen. Und natürlich auch die notwendige Ausstattung von Notebook über Akten bis hin zum für das aktuelle Wetter notwendigen Regenschirm.

Zugegeben, das ist alles ein bisschen spooky und noch ziemliche Zukunftsmusik. Doch wenn man sich im Web anschaut, woher Sankarshan mit seinen inzwischen mehr als 25 Mitarbeitern gekommen ist und wie sich das Projekt seit dem Start im Jahr 2018 entwickelt hat – Hut ab. Spannend wird es auf jeden Fall sein, was der Kalifornier auf einen, wie er selbst auch zugibt, noch langen Weg gebracht hat.

Namensgebung

Warum heißt ein Unternehmen für smarte Möbel „Bumble-bee Spaces“ – Hummelräume? Die Ehefrau von Murthy ist dafür verantwortlich: Wenn sich schon die Wohnung transformiert, dann ist sie ein Transformer. Und Bumblebee ist der Transformer, der den beiden am besten gefiel.

Eine weitere Inspiration war – Micky Maus. Das Disneytrio mit Goofy und Donald lebt in einem Comic in einem Haus, das sich je nach momentanem Einfall in eine Werkstatt, eine Küche oder – einen Schiffsführerstand verwandelt. Und Roboter unterstützen bei den täglichen Aufgaben.

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