
Text: Bernd Franzen, Gartenplus
Die Hausarchitektur, der maßgebende Faktor für die sich dadurch ergebende Gartengestaltung. Steht der Garten im Einklang mit dem Haus, ist ein harmonisches Ganzes garantiert. Der Garten drängt sich dadurch nicht auf und unterstreicht die Begebenheiten von Haus und Raum. In diesem Garten gibt es allerdings noch einen zweiten Hauptdarsteller: Den freien Blick ins angrenzende Rheintal! Diese Besonderheit des Grundstücks gilt es herauszustellen und inszenieren. So sind die Flächen vor dem Haus und der Terrasse unverbaut, wodurch der attraktive weite Blick erhalten bleibt. Pure Rasenflächen, die zum Grundstücksende durch nicht sichtbare Palisaden vertikal abgefangen sind, eröffnen einen ungestörten Blick über die Böschungskante hinaus.
Das ist umso wichtiger, denn durch den vollständig verglasten Küchen- und Esszimmerbereich ist der Garten auch innerhalb des Hauses sehr präsent. Die 60 x 30 cm großen Basalt-Platten sind sowohl im Esszimmer als auch auf der Terrasse verwendet worden, so dass Innen- und Außenbereich zu einer Einheit verschmilzt. Durch die einheitliche Verlegeart wird der Fugenverlauf lediglich durch die Glasfronten unterbrochen und verläuft innen wie außen in exakt denselben Fluchten. Eine Detailarbeit, die eine koordinierende Absprache der Gewerke erfordert und ein optimales Gesamtergebnis erzielt.
Ein Splittstreifen aus dunklem Basalt-Splitt zwischen Beckenrand und Terrassenfläche verhindert das direkte Einlaufen von Schmutzwasser in das Koi-Becken und ordnet sich farblich dem Terrassenmaterial unter. Der Splitt bekommt durch die Ergänzung von gebrochenem, nicht scharfkantigem Sicherheitsglas eine ganz besondere Note. Der zerkleinerte Glassplitt reflektiert die Sonnenstrahlen wie kleine Diamanten.