Finales Investment mit Arcam
Audiophile Schaltzentrale mit Vollausstattung – Arcam AVR 600
Bestens ausgestattet
Beginnen wir mit den harten Fakten: Was muss eine ultimative Schaltzentrale besitzen? Natürlich Anschlüsse in ausreichender Menge: Besonders an HDMI Ein- und Ausgängen darf es nicht mangeln, und mit 5 bzw. 2 Exemplaren hat der AVR 600 davon reichlich zu bieten. Gerade der zweite Ausgang ist für alle wichtig, die nicht nur auf einem Flachbildschirm schauen wollen, sondern auch einen Projektor besitzen. Die entsprechenden Ausgangssignale sortiert der Arcam zudem ausgesprochen geschickt. Je nachdem, ob sich die angeschlossenen Geräte hinsichtlich der physikalischen Auflösung unterscheiden oder nicht, kann man Ausgänge priorisieren oder sie mit identischen Signalen versorgen. Ist zum Beispiel der Flachbildschirm „nur“ HD-ready, der Projektor hingegen jedoch hat die volle Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten, dann schiebt der AVR so lange Material mit nur 720 Zeilen raus, bis der Projektor angeschaltet wird. Dieser bekommt dann die volle Bandbreite, und das Signal am Fernseher wird abgeschaltet. Videoprocessing gehört ebenfalls zum Repertoire des Briten. Für jeden Eingang lassen sich akustische und visuelle Parameter getrennt einstellen. Verschiedene Hilfsmittel gegen Bildrauschen können genau so appliziert werden wie Klangeinstellungen und Lippensynchronisation. Sie bleiben dann genau für diese Quelle so eingestellt. Alles, was an Videosignalen aufläuft, konvertiert der Brite auf die Auflösung des angeschlossenen Bildschirms oder Projektors hoch, bis zu 1080p, wenn gewünscht. Der Audioprozessor kennt sich natürlich mit der kompletten Flöte an Surroundsignalen aus, bis hin zu Dolby TrueHD, Dolby Digital+ und DTS HD. Um die Auswahl der korrespondierenden Eingänge kann man sich kümmern, muss es aber nicht, denn der AVR forscht einfach nach Signalen und decodiert sie dann zuverlässig.
Ganz standes- und zeitgemäß besitzt der Arcam natürlich auch einen Netzwerkanschluss via Ethernet. Dort versorgt er sich mit Daten zur Wiedergabe von Internetradios sowie im Netzwerk freigegebener Musik. Eine entsprechende Festwerkplatte oder ein Ordner auf dem PC reicht dann als Musikbibliothek aus, schon hat man die komplette Sammlung im Wohnzimmer oder Heimkino zur Verfügung. Plan B zur Wiedergabe digitaler Musik ist der USB-Anschluss auf der Rückseite, an den Speichersticks oder Festplatten angedockt werden können. Auch wenn nicht jeder seine ausgewachsene AV-Anlage zur Berieselung mit MP3-Dateien nutzen wird, sollte man sich diese Funktion einmal zu Gemüte führen, denn neben den datenreduzierten Formaten beherrscht der AVR auch die verlustlosen Varianten wie FLAC und WAV. Wer es lieber analog mag, den dürfte der Eingang für Vinylplayer erfreuen. Systeme mit MM-Tonabnehmern lassen sich direkt verwenden, für MC-Systeme bedarf es eines externen Vorverstärkers.
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