
Erbaut wurde das Alte Forstamt zwischen 1933 und 1935 ursprünglich für einen Förster samt Familie, die Umwandlung zu einem Amtsgebäude erfolgte später. Heute liegt es mitten in einer Kleinstadt an einer Straße mit Villen und altem Baumbestand, in die sich das parkähnliche Grundstück mit Zypressen aus dem Heidelberger Schlossgarten, Nussgehölzen, Obst- und Mammutbäumen bestens einfügt. Sandra Hoelzer nutzt das zweigeschossige Gebäude als Architekturbüro und Wohnhaus zugleich, die Wohn- und Nutzfläche beträgt insgesamt 385 m2.
Vor seiner umfassenden Modernisierung befand sich das Alte Forstamt in einem denkbar schlechten Zustand. Sämtliche Wasser- und Elektroleitungen waren defekt und gänzlich unbrauchbar, die Energieeffizienz schlicht katastrophal – kein Wunder bei Einfachverglasung und fehlenden thermischen Anschlüssen, ganz zu schweigen von dem ungedämmten Biberschwanz-Ziegeldach und einem feuchten Keller. Doch Sandra Hoelzer hat sich nicht abschrecken, sondern erneut vom Charme des Gebäudes verzaubern lassen – von den 3,20 m hohen Räumen, vom Mauerverbund mit seinen 42 cm starken Außenwänden, von dem originalen, 40 mm starken Eichenvollholzparkett im Fischgrätmuster, das in allen Räumen liegt. Und von der kleinen Eingangshalle, deren dominierendes Element eine Holztreppe bildet, ebenfalls aus Eichenholz.