
Nimmt man einen Router, egal ob nur drahtgebunden oder auch drahtlos, in Betrieb, dann läuft dieser ab Werk erst einmal im sogenannten DHCP-Modus. Das Kürzel steht für Dynamic Host Configuration Protocol und besagt, dass der im Router integrierte Server jedem angeschlossenen Computer die Netzwerkadresse dynamisch, sprich nach eigenem Gusto, zuteilt. Die Netzwerkadresse wird Ihnen sicherlich schon mal begegnet sein, beispielsweise in den Netzwerkeinstellungen Ihres PC oder Mac. Es handelt sich dabei um eine Zahlenfolge wie beispielsweise 192.168.1.122. Beim nächsten Einschalten kann sich der letzte Bestandteil aber bereits geändert haben, denn jeder Rechner, der sich im Netzwerk meldet, bekommt vom Server eben eine beliebige, funktionierende Adresse zugeteilt. Darüber hinaus kommuniziert dieser auch weitere Einstellungen wie zum Beispiel die Adresse des Routers und des DNS-Servers, damit der Zugang zum Internet reibungslos klappt. Für alle gängigen Anwendungen ist das absolut praxis gerecht, denn man muss sich nicht mit Netzwerktechnik auseinandersetzen, sondern kann die vorhandene Struktur einfach nutzen, ohne sich Gedanken zu machen. Das DHCP-Verfahren vermeidet, dass Adressen doppelt vergeben werden und es so zu Kollisionen kommt. Empfehlenswert ist diese Variante auch dann, wenn man beispielsweise mit einem Notebook abwechselnd im Büro und zu Hause arbeitet, dann entfällt das manuelle Wechseln von Konfigurationen und man kann einfach weiter arbeiten.
Manuelle Adressvergabe
Es gibt aber jede Menge Szenarien, in denen man besser mit statischen, also fest vergebenen Adressen arbeitet. Einerseits macht dies in größeren Unternehmen Sinn, wo der Administrator dann schnell Fehlern auf die Spur kommen kann, andererseits kann man auf diese Art auch individuelle Zugriffsrechte vergeben beziehungsweise gezielt auf einzelne Rechner im Netzwerk zugreifen. Beispielsweise gibt es zunehmend Anwendungen, bei denen auf heimische Daten zugegriffen werden soll oder muss. Dem stehen in der Regel zwei Dinge entgegen: Bei den meisten Internetzugängen wird die Einwahl-IP dynamisch vergeben. Bei jedem Verbindungsaufbau bekommt der Rechner bzw. der Router eine neue Nummer zugeteilt, unter der er auch von außen zu erreichen ist. Das macht den gezielten Zugriff natürlich schwierig. Abhilfe schafft ein Internetzugang mit fester IP, wie er von vielen Providern mittlerweile (meist gegen Aufpreis) angeboten wird. Die andere Lösung, die sich kostenfrei realisieren lässt sind Services wie DynDNS (www.dyndns.com) Solche Dienstleister verlinken Webadressen wie ihr name.dyndns.org zu Ihrer heimischen IP. Auf diese Art kann man sich dann der dort vorhandenen Daten bedienen. Da in den meisten Haushalten mittlerweile mehr als ein Rechner zum Einsatz kommt und darüber hinaus noch andere Geräte, die nach Netzzugang verlangen, ist ein Router unumgänglich. Verteilt dieser nun die Adressen dynamisch, hat der PC, auf den man eigentlich zugreifen möchte, mal die Nummer 102, ein anderes Mal die 110. In solchen Fällen helfen statische Adressen, denn dann ist der PC oder Mac stets unter der gleichen Adresse zu erreichen.