
Energie sparen ist in aller Munde, und in diesem Zug fällt auch immer wieder der Begriff Thermografie. Die bildliche Darstellung von Wärmeunterschieden ist eine nicht mehr ganz junge Technologie, die allerdings gerade dank verbesserter Technik und höchster Präzision einen echten Boom erfährt. Denn entgegen der landläufigen Meinung kann man mit Thermokameras nicht nur schlecht gedämmte Dächer oder undichte Fenster ausmachen, sondern auch jede Menge anderer Schwachstellen im Haus aufspüren.
Feuchtigkeit
Eines der häufigsten Probleme ist Feuchtigkeit und das gar nicht mal durch einen ernsthaften Rohrbruch, sondern durch winzige Lecks, aus denen das unerwünschte Nass langsam ins Mauerwerk sickert. Erst nach einiger Zeit zeigen sich dann feuchte Stellen oder gar Schimmelbefall, ohne dass man die Quelle jedoch optisch direkt orten kann. Mithilfe der Thermografie lassen sich solche Schäden leicht orten, denn die Feuchtigkeit beeinflusst auch die Wärmeverteilung in unterschiedlichen Materialien, und so kommt man den Ursachen schnell auf die Spur und kann zielgerichtet zur Reparatur schreiten.
Elektrik
Ein weiteres Einsatzgebiet für Thermokameras ist die Suche nach Fehlern in der Elektrik, denn wo unerwünscht hohe Ströme fließen, beispielsweise bei schleichenden Kurzschlüssen, dort treten auch Temperaturveränderungen auf. Ein Blick durch die Thermokamera in den Sicherungskasten kann defekte Elemente offenbaren, und auch Leitungen im Mauerwerk lassen sich auf diese Art orten.